Abgeschlossene Projekte im Masterplan Liblar

Der Masterplan Liblar ist ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept für die zentralen Bereiche in Erftstadt-Liblar, das die Stärkung des Stadtteils, die Verbesserung der Aufenthalts- und Lebensqualität, die Mobilität sowie die nachhaltige Belebung von Wohnen, Handel und öffentlichem Raum zum Ziel hat. Auf dieser Grundlage wurde seit 2016 ein umfangreicher Maßnahmenkatalog schrittweise umgesetzt.

Kinderspielplatz Schlosspark Gracht (2025-2026) 

Der Kinderspielplatz im Schlosspark Gracht in Erftstadt-Liblar ist Teil der innerstädtischen Grün- und Naherholungsachse rund um Schlosspark, Stadtgarten und Gesundheitsgarten. Im Masterplan Liblar ist vorgesehen, diese Grünräume zu stärken und ihre Aufenthaltsqualität zu verbessern. Die Erneuerung des Spielplatzes trägt dazu bei, den Schlosspark als zentrales Freizeit- und Erholungsangebot für Familien aufzuwerten.
Im Zuge der Maßnahme wurde der bestehende Spielplatz modernisiert. Dabei wurden alte Spielgeräte entfernt, der Sand der Spielfläche erneuert und neue Spiel- und Bewegungselemente installiert.

Ergänzend wurde eine Doppelschaukel installiert, die über den Förderverein Schlosspark Gracht e. V. und mit Mitteln aus dem Verfügungsfonds finanziert wurde.
Da nach der Schlussrechnung der Maßnahme noch Mittel aus dem Projekt verfügbar waren, wurden weitere Spiel- und Bewegungsangebote ergänzt - unter anderem die Installation eines neuen Balancierbalkens als Ersatz für ein stark verwittertes Element sowie weiterer Geräte wie Reck und Barren auf der angrenzenden Wiese.

Bildquelle: Stadtteilmanagement mein LIBLAR


Neugestaltung des Carl-Schurz-Platzes (2023 - 2024)

Als Teil der städtebaulichen Aufwertung der Carl-Schurz-Straße wurde 2023 der Carl-Schurz-Platz vollständig neugestaltet. Die baulichen Maßnahmen, einschließlich der Neuordnung der Verkehrsflächen sowie der Pflaster- und Oberflächengestaltung, konnten im Sommer 2023 abgeschlossen werden.
Anfang 2024 folgte die abschließende gestalterische Aufwertung durch umfangreiche Begrünungsmaßnahmen. Neue Bäume und Pflanzflächen tragen seitdem wesentlich zur Verbesserung des Mikroklimas und zur Aufenthaltsqualität bei und machen den Platz zu einer attraktiven Verweilzone für unterschiedliche Nutzergruppen. Ergänzt wurde die Platzgestaltung durch moderne Sitzgelegenheiten sowie Fahrradständer, die den Carl-Schurz-Platz funktional und zeitgemäß ausstatten.
Ein besonderes gestalterisches und kulturelles Element des Platzes ist die Replik der Carl-Schurz-Büste, die wieder an ihrem historischen Platz aufgestellt wurde und an den berühmten Sohn Liblars erinnert. Carl Schurz (1829 in der Vorburg von Schloss Gracht geboren) wurde später deutsch-amerikanischer Staatsmann, Senator und US-Innenminister und ist eine zentrale Identifikationsfigur der regionalen Geschichte. Die Replik der Büste verleiht dem Platz zusätzliches historisches Gewicht und schafft eine Verbindung zwischen lokaler Identität und Erinnerungskultur.
Direkt am Platz wurde zudem eine große Informationstafel zur „Agrippastraße“ aus dem Projekt VIA – Erlebnisraum Römerstraße installiert. Sie bietet Spaziergänger:innen und Radfahrenden Hintergrundwissen zur Geschichte der Umgebung sowie zu Carl Schurz selbst und ist ein sichtbarer, lesenswerter Einstieg in die geschichtliche Bedeutung des Ortes.
Mit diesen gestalterischen und inhaltlichen Elementen wurde der Carl-Schurz-Platz nicht nur räumlich aufgewertet, sondern zu einem Ort gemacht, der Stadtgeschichte, Identität und urbanes Leben vereint und somit einen wichtigen Beitrag zur lebendigen Quartiersentwicklung im Zentrum von Liblar leistet.

Carl-Schurz-Platz vor und nach den Sanierungsarbeiten.

Bildquelle: Stadtteilmanagement mein LIBLAR


Neugestaltung der Carl-Schurz-Straße (2022-2024)

Die Carl-Schurz-Straße bildet das historische Zentrum von Alt-Liblar und ist eine der wichtigsten Verbindungs- und Geschäftsstraßen im Stadtteil. Im Rahmen des Masterplans Liblar wurde die Straße umfassend erneuert und gestalterisch aufgewertet, um ihre Funktion als zentraler Stadtraum zu stärken und die Aufenthaltsqualität für Anwohner:innen, Besucher:innen sowie den lokalen Einzelhandel deutlich zu verbessern.

Die Bauarbeiten begannen im Frühjahr 2022 und wurden in mehreren Bauabschnitten umgesetzt, um die Erreichbarkeit der ansässigen Geschäfte und Gebäude während der Bauzeit möglichst aufrechtzuerhalten. Ziel der Maßnahme war es, den Straßenraum neu zu ordnen, die gestalterische Qualität des öffentlichen Raums zu erhöhen und den historischen Charakter des Ortskerns stärker hervorzuheben.
Im Zuge der Umgestaltung wurden Fahrbahn- und Gehwegbereiche neu strukturiert und mit einem hochwertigen Pflasterbelag versehen. Gleichzeitig wurden die Oberflächen barrierefreier gestaltet und die Wegeführung klarer strukturiert, um eine bessere Orientierung und mehr Sicherheit für Fußgänger:innen zu schaffen. In diesem Zuge wurde ebenfalls eine Kanalsanierung durchgeführt.
Neben der funktionalen Erneuerung stand insbesondere die Aufwertung des öffentlichen Raums im Fokus der Maßnahme. Neue Sitzgelegenheiten, Begrünungselemente und Aufenthaltsbereiche, insbesondere auf den Altstadtplätzen, laden nun zum Verweilen ein und tragen dazu bei, die Straße stärker als Ort der Begegnung und des Aufenthalts zu etablieren. Durch die gestalterische Aufwertung wurde zugleich das Erscheinungsbild des historischen Ortskerns verbessert und die Verbindung zu angrenzenden Plätzen und Freiräumen gestärkt.
Mit der Erneuerung der Carl-Schurz-Straße wurde ein zentraler Baustein des Masterplans Liblar umgesetzt. Die neugestaltete Straße stärkt die Funktion des historischen Ortskerns als lebendiges Zentrum für Einkaufen, Gastronomie und gesellschaftliches Leben und leistet einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Aufwertung des Stadtteils Liblar.


Carl-Schurz-Straße vor, während und nach den Sanierungsarbeiten. 

Bildquelle: Stadtteilmanagement mein LIBLAR


Sanierung der Volkshochschule (2022 - 2026)

Im Rahmen des Masterplans Liblar wurde das historische Gebäude der ehemaligen Marienschule (um 1990 errichtet) am Marienplatz umfassend saniert und modernisiert, um dort moderne Räume für die Volkshochschule (VHS) Erftstadt zu schaffen. Das Gebäude wurde energetisch erneuert, barrierefrei umgebaut und mit modernen Unterrichts- und Arbeitsräumen ausgestattet. Zu den Maßnahmen gehörten unter anderem ein neuer Aufzug sowie ein Anbau für Sanitäranlagen. Insgesamt wurden rund 2,7 Millionen Euro in die Sanierung investiert. Mit den renovierten Räumen erhält die VHS einen zeitgemäßen und barrierefreien Standort für ihr Bildungsangebot in Liblar.


Bildquelle: Stadtteilmanagement mein LIBLAR


Neugestaltung des Viry-Châtillon-Platzes (2021 - 2023)

Die Neugestaltung des Viry-Châtillon-Platzes markierte einen der ersten großen Realisierungsschritte des Masterplans in Alt-Liblar. Als wichtiger Marktplatz und Knotenpunkt wurde er zum zentralen Aufenthalts- und Begegnungsraum umgestaltet, der sowohl für den Wochenmarkt als auch für Veranstaltungen und den täglichen Aufenthalt im Quartier genutzt wird. 

Die Maßnahme umfasst die Neugestaltung der Beläge, die Integration von Möblierungselementen sowie die Anpassung der Verkehrsflächen, um eine fußgängerfreundliche und stadtverträgliche Raumqualität zu schaffen. Im Kreuzungsbereich wurde zur Erhöhung der Verkehrssicherheit eine Tempo-20-Zone (verkehrsberuhigter Geschäftsbereich) eingerichtet. Da laut Straßenverkehrsordnung (StVO) hier keine Zebrastreifen zulässig sind, wurde eine auffällige Rotbeschichtung im Einmündungsbereich zur Bahnhofstraße aufgebracht, um die Aufmerksamkeit auf querende Fußgänger:innen zu erhöhen. Gleichzeitig wurde auf Barrierefreiheit geachtet: Die Verkehrsflächen wurden eben gestaltet, wobei „Anrampungen“ durch weiße Markierungen optisch hervorgehoben wurden. Mit der Platzumgestaltung wurde gezielt der öffentliche Raum aufgewertet und die urbane Mitte des Stadtteils gestärkt. Außerdem findet seit Anfang 2023 der Wochenmarkt wieder an seinem angestammten Platz auf dem Viry-Châtillon-Platz statt.

Seit 2025 wird der Platz auch außerhalb der Marktzeiten belebt - mit einem Eiswagen im Sommer und einem Glühweinstand im Winter. Ziel ist es, den zentralen Platz auch in der kalten Jahreszeit als Treffpunkt zu etablieren und die Aufenthaltsqualität nachhaltig zu stärken.

Viry-Châtillon-Platz vor und nach den Sanierungsarbeiten. 

Bildquelle: Stadtteilmanagement mein LIBLAR


Modernisierung des ErftstadtCenter (2018 - 2019)

Die Modernisierung des ErftstadtCenter markiert einen wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung des Stadtteils Liblar. Als zentraler Versorgungsstandort für den Stadtteil und die umliegenden Quartiere übernimmt das Einkaufszentrum eine bedeutende Funktion für den Einzelhandel, die Nahversorgung und als sozialer Treffpunkt. Ziel der Neugestaltung war es, das Center städtebaulich und funktional zukunftsfähig aufzustellen und es stärker in die umgebenden Strukturen einzubinden.
Im Zuge der Modernisierung wurden sowohl gestalterische als auch funktionale Verbesserungen umgesetzt. Einige Eingangsbereiche wurden gezielt aufgewertet, um eine offenere und einladende Wirkung zu erzielen. Gleichzeitig wurde die innere Struktur des Centers optimiert, sodass Laufwege klarer geführt und Aufenthaltsbereiche attraktiver gestaltet wurden. Helle Materialien, moderne Beleuchtungskonzepte und eine verbesserte Orientierung tragen seitdem zu einer zeitgemäßen Atmosphäre bei.
Außerdem wurden die Wegeverbindungen ausgebaut, so dass die Erreichbarkeit zu Fuß und mit dem Rad aus dem direkten Umfeld verbessert ist. Auch durch die Anbindung an den Promenadenweg ist das ErftstadtCenter heute stärker in das städtische Gefüge eingebunden.

ErftstadtCenter vor (1. Foto) und nach dem Umbau (2. und 3. Foto). Bildquelle: Stadt Erftstadt