Flankierende Maßnahmen in Liblar
Parallel zur Umsetzung des Masterplans Liblar wurden weitere Projekte realisiert, die die Entwicklung des Stadtteils unterstützen und ergänzen. Einige dieser Vorhaben wurden im Rahmen des Infrastrukturprojekts „Infrastrukturring“ sowie weiterer Förderprogramme der Städtebauförderung umgesetzt und liegen teilweise außerhalb des Sanierungsgebiets des Masterplans. Sie werden daher als flankierende Maßnahmen zur Gesamtentwicklung Liblars dargestellt. Die nachfolgend aufgeführten Projekte sind nicht Bestandteil des Masterplans Liblar und wurden nicht über dessen Fördermittel finanziert.
Modernisierung des Bahnhofs Erftstadt Liblar (2017) |
Der Bahnhof Erftstadt wurde zwischen 2014 und 2017 umfassend modernisiert und barrierefrei ausgebaut. Die Maßnahme wurde von der Deutschen Bahn in Zusammenarbeit mit weiteren Projektpartnern umgesetzt und umfasste umfangreiche Arbeiten an den Bahnsteiganlagen und der Infrastruktur. Parallel zu den Arbeiten der Deutschen Bahn wurde auch das Bahnhofsumfeld aufgewertet, unter anderem durch neue Fahrradabstellanlagen und eine verbesserte Verknüpfung mit dem Busverkehr. Mit der Modernisierung wurde der Bahnhof zu einer zeitgemäßen und barrierefreien Mobilitätsdrehscheibe für den öffentlichen Nahverkehr in Erftstadt weiterentwickelt und stellt einen wichtigen Zugangspunkt zum Stadtteil Liblar dar. Zudem wurde das städtebauliche Umfeld und die funktionale Einbindung des Bahnhofs ins Quartier verbessert, u.a. durch die Gestaltung und Aufwertung des Bahnhofsvorplatzes, die Verbesserung der Wegeverbindungen zwischen Bahnhof, ErftstadtCenter und angrenzenden Quartieren. Diese Maßnahme verfolgte das Ziel, den Bahnhof nicht isoliert zu betrachten, sondern ihn als integrierten Bestandteil des Stadtteils Liblar weiterzuentwickeln. Während die Deutsche Bahn die technische Infrastruktur modernisierte, sorgten die städtebaulichen Maßnahmen dafür, dass der Bahnhof besser an das Quartier angebunden wurde und als attraktiver Zugangspunkt zur Stadt wahrgenommen wird. |
Der Bahnhof Erftstadt Liblar vor (1.-3. Foto) und nach dem Umbau (4.-6. Foto). |
Querungshilfe Bliesheimer Straße - Fertigstellung (2017-2018) |
Die Querungshilfe an der Bliesheimer Straße in Höhe des ErftstadtCenters ist eine umgesetzte Maßnahme, die die sichere Erreichbarkeit des Zentrums für Fußgänger*innen deutlich verbessert. Sie wurde als Baustein des Maßnahmenpakets „Infrastrukturring Liblar – Wandel der Mobilitätsstruktur“ realisiert, das im Bundesprogramm Klimaschutz im Radverkehr gefördert wurde. Mit der Querungshilfe wurde insbesondere eine bessere fußläufige Verbindung zwischen dem Einkaufszentrum und dem Promenaden-/Radwegenetz geschaffen. Für den Bau musste der entlang der Bliesheimer Straße verlaufende Lärmschutzwall auf ca. 15 m Breite geöffnet werden, um diese neue Wegebeziehung herzustellen. Nach der Umsetzung gab es Hinweise aus der Nachbarschaft auf eine wahrnehmbare Lärmzunahme. Eine schalltechnische Untersuchung kam dabei zu dem Ergebnis, dass die Öffnung des Walls zwar zu einer maximalen Erhöhung um bis zu 3 dB führen kann, die maßgeblichen Grenzwerte jedoch weiterhin eingehalten bzw. unterschritten werden. Parallel wurden Varianten für zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen (u. a. eine „Lärmschutzschleuse“) planerisch geprüft und in den politischen Gremien beraten. |
Bildquelle: Stadt Erftstadt |
Ausbau und Erneuerung des Rad- und Fußweges zwischen dem Schießendahl und der Bließheimer Straße (Promenadenweg) mit Elastopave Material (2018) |
Eine weitere wichtige Maßnahme in Liblar ist die Aufwertung des Promenadenwegs - der Rad- und Fußweg zwischen dem Schießendahl und der Bließheimer Straße - der mit einem modernen und nachhaltigen Belagsmaterial umgesetzt wurde. Der Weg, der wichtige quartiersverbindende Funktion zwischen Carl-Schurz-Straße, dem Stadtgarten und dem ErftstadtCenter übernimmt, wurde umfassend erneuert und aufgewertet. Dabei kam mit Elastopave ein innovatives, wasserdurchlässiges und elastisches Oberflächensystem zum Einsatz, das dauerhaft hohe Belastungen im Fuß- und Radverkehr aushält und gleichzeitig den Aspekt der Umweltverträglichkeit berücksichtigt. |
Bildquelle: Stadt Erftstadt |







